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Jetzt sind die Gegner am Zug

23.11.10 MM Zeitungsbericht

 

Jetzt sind die Gegner am Zug

 

Nach vier Wochen Vorbereitung ist es nun soweit: Seit Montag liegen in Mittenwald die Unterschriften-Listen der Hotelgegner aus.

 

VON CHRISTOF SCHNÜRER

 

Mittenwald - „Es darf nicht sein, dass der Bürgermeister  und Gemeinderat das letzte Tafelsilber` verkaufen für zweifelhafte Projekte." Mit diesen deutlichen Worten traten vor vier Wochen die Gegner des Mittenwalder Hotel Vorhabens an die Öffentlichkeit. Ihren Worten lassen Hildegard Hammerle, Josef Knilling und Dietmar Küffler nun Taten folgen. Die drei und weitere Symphatisanten haben eine Unterschriften-Aktion gegen den geplanten Luxus-Komplex auf den Weg gebracht. Ziel ist es, einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Es wäre nach dem Plebiszit über einen Veranstaltungssaal (2000) das zweite Volksvotum in der Ortsgeschichte.

 

Die zentrale Frage von Küffler und Co. lautet dabei:

 

„Sind Sie dafür, dass kein 4-5-Sterne-Hotel auf das Hallenbadgrundstück zwischen Bahnhofstraße und Dammkarstraße gebaut wird und das Grundstück nicht verkauft wird?"

 

Wer diesen Antrag unterstützen möchte, kann sich ab sofort in den jeweiligen Listen eintragen. Für den Erfolg dieser Initiative, die laut Ordnungsamtschef Hermann Baier unbefristet läuft, ist ein Quorum von zehn Prozent notwendig. Das heißt: Von den aktuell 6190 wahlberechtigten Mittenwaldern müssen sich 619 in der Unterschriftenliste der Hotelgegner eintragen.

 

Der Kampf um die besseren Argumente ist schon längst eröffnet. So sorgte am Wochenende ein Informationsblatt der Küffler-Fraktion für Aufsehen. Darin führen die Unterzeichner des Schreibens, Küffler und Knilling, in bekannter Manier den Rückgang bei den Übernachtungszahlen unter anderem auf das „katastrophale Werbekonzept" der Alpenwelt Karwendel zurück. Auch mit dem ersten gemeinsamen Prospekt gehen sie hart ins Gericht. Sie sprechen von einem „heillosen Durcheinander, Prädikat ,Anzeigenfriedhof"`. Rathauschef Adolf Hornsteiner möchte wiederum am 1. Dezember, mit einem Bürgerforum in der TSV-Halle kontern.

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