Alles Gute in 2012

Ein Jahr ist vorbei, das uns außer Angst vor einem Kollaps des Euro auch weitere negative Schlagzeilen gebracht hat. So denke ich an die Absage der Olympischen Spiele für unsere Region. Damit einhergehend die erhofften

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Tagblatt-Leser geben bei Abstimmung deutliches Votum ab

01.12.10 MM-Bericht

70,4 Prozent für fünf-Sterne-Hotel

 

Tagblatt-Leser geben bei Abstimmung deutliches Votum ab

 

Mittenwald - Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache: 70,4 Prozent (200 Teilnehmer) votierten bei der Tagblatt-Umfrage „Fünf Sterne-Hotel - ja oder nein?" für das Mittenwalder 45-Millionen Euro-Projekt zwischen Dammkar- und Bahnhofstraße. Lediglich 29,6 Prozent (84) stimmten gegen die Realisierung dieses Luxus-Tempels. Unter den insgesamt 284 Teilnehmern waren 37 Nicht Mittenwalder dabei - 16 pro und 21 contra müsste das mit einem klaren Ja beantwortet werden. Denn bislang haben sich seit Anlaufen der Unterschriftenaktion (22. November) „nur" rund 300 Mittenwalder in deren Listen eingetragen.

 

Bis Weihnachten werde die Initiative „auf alle Fälle" weiterlaufen, versichert Dietmar Küffler. Der ehemalige Gemeinderat (1996 bis 2002) und weitere Sympathisanten wollen einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen. Doch für ein Plebiszit benötigen Küffler und Co. 619 Unterschriften, um das geforderte Quorum von zehn Prozent der wahlberechtigten Mittenwalder (6190) zu erreichen.

 

Warum es für die Gruppe um Dietmar Küffler verhältnismäßig schleppend geht, dafür nennt der einstige Kurreferent folgenden Grund: „Viele sagen mir hinter vorgehaltener Hand, dass sie eigentlich gegen das Hotel sind." Aus „Angst vor Repressalien" durch die Marktgemeinde würden aber gerade Geschäftsleute von einer Unterschrift Abstand nehmen.

Gleichzeitig kündigt Küffler an, heute Abend (19.30 Uhr/TSV-Halle) der Bürgerinformation „Hotelprojekt 2010" beiwohnen zu wollen. Schließlich möchte sich dann der bis dato unbekannte Investor einem großen Publikum - erwartet werden 600 Zuhörer - vorstellen.

 

cs

 

 

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Kommentar von Josef Schandl | 01.12.2010

Ein Denkmal für den Investor? 

Für das Hotel stimmten auf der BDS-Mittenwald Seite (Bund der Selbständigen) www.bds-mittenwald.de bis zum 01.12.10, 83 % mit „Ja“. Bei der Frage ob ein Bürgerentscheid durchgeführt werden sollte stimmten 74 % mit einem „Nein“. 

Wenn Herr Küffler die Feststellung macht, dass Geschäftsleute sich nicht zu seinen Gunsten offenbaren möchten, kann ich ihn darin bestärken, dass es unverständlicher Weise so ist. Aber Repressalien als Vorwand einer Unterschriftenverweigerung zu nennen dürfte wohl mit mangelndem Selbstvertrauen zu interpretieren sein. Geradlinigkeit ist eben nicht jedermanns Sache.

Noch leben wir in einer Demokratie! Wovor sollten also Geschäftsleute und auch Vermieter Angst haben? Vor welchen Repressalien? Dass die Geschäfte und die Vermietungen noch weiter nach unten gehen? Bauhandwerker - wie viele noch? - teilweise weit entfernt ihrer Arbeit nachgehen müssen? Baukräne in den letzten 15 Jahren konnte man an einer Hand abzählen. Haus- und Wohnungseigentümer zahlen bereits ihren Anteil durch zunehmenden Wertverfall und bröckelnde Mietpreise. Wo bleibt die Aufbruchsstimmung, wo der Aufschrei! Heuschreckengeplapper bringt uns nicht weiter! 

Dem Investor müsste für seinen Mut ein Denkmal gesetzt werden! Er ist Unternehmer der für Mittenwald etwas unternimmt! Bei Erfolg werden die heimlichen „Gegner“ (Profiteure und Trittbrettfahrer) wie üblich die ersten sein, die am Eröffnungsbuffet im neuen Hotel als „Väter des Erfolgs“ sich selbst feiern; sie werden ja als „ursprüngliche Gegner“ nicht erkannt, glauben sie.  

BDS Mittenwald
Geschäftsstelle
Josef Schandl
Tel. 08823 1331