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Transparenz

17.01.20011 MM Bericht

Transparenz lautet die Zauberformel beim millionenträchtigen Hotel-Projekt. Dafür stehen Peter und Patrick Berrendorf, die mit Partnern im Laufe der nächsten vier Jahre dieses Vorhaben realisieren wollen.

VON CHRISTOF SCHNÜRER

Mittenwald - Bisher hielten sich Peter und Patrick Beerendorf dezent im Hintergrund. Doch diese Zeiten sind seit dieser Woche passe. Nach ihrem ersten Auftritt beim Neujahrsempfang im Mittenwalder Offiziersheim konkretisierten Vater und Sohn nun bei einem Pressegespräch ihre Pläne von einem Fünf-Sterne-Superior-Hotel. Der Zeitplan zur Umsetzung klingt ehrgeizig, aber machbar falls es kein Veto gibt. Denn noch läuft die Unterschriftenaktion der Hotelgegner (Bürgerbegehren), und auch die angedrohte Normenkontrollklage eines Nachbarn schwebt wie ein Damokles-Schwert über dem 45-Millionen-Euro-Projekt zwischen Dammkar- und Bahnhofstraße.
Doch das schreckt die beiden Berliner nicht. „Wir sind juristisch gut aufgestellt", meint Patrick Berrendorf (27). Als Geschäftsführer der ID Projektentwicklungs GmbH treibt der smarte, angehende Hotelmanager seine Vision vom beispielgebenden Luxustempel der Extraklasse voran. Zur Seite stehen ihm neben seinem Vater Peter (60) ein Experten-Team (unter anderem die Münchner Wirtschaftsanwälte Quiring, Simon & Frick und das Architekturbüro Walch/Reutte) und finanzkräftige Gesellschafter. Namen werden jedoch noch nicht verraten.

Eines aber stellt Peter Berrendorf, Manager des IT Weltkonzerns IBM, klar: „Das Hotel wird kein Abschreibungs-, sondern ein Rendite- und Investitionsprojekt." Der Senior untermauert seine Argumentation damit, dass die Berrendorfs mit ihren Einlagen Teil der künftigen Betreibergesellschaft sein werden. Und diese solle schon aus Eigeninteresse viel Geld umsetzen.

Doch wie sieht nun der Zeitplan aus? Laut Bürgermeister Adolf Hornsteiner soll der Verkauf der gemeindeeigenen, 1,1 Hektar großen   Fläche bis Ende Februar über die Bühne gehen - vorausgesetzt der Gemeinderat segnet den zugrunde liegenden städtebaulichen Vertrag ab, woran nach den bisherigen einhelligen Abstimmungsergebnissen kein Zweifel besteht. Bis Ende 2011 soll die Baugenehmigung erteilt sein. In der ersten Hälfte 2012 ist der Spatenstich geplant. Realisiert werden- soll das 240-Betten-Haus bis zum Ende der Legislaturperiode (April 2014). „Weihnachten 2014 will ich hier feiern", bringt es Peter Berrendorf auf den Punkt.

Bevölkert werden soll sein Premium-Produkt von zahlungskräftigem, auch internationalem Publikum aus dem, so Patrick Berrendorf, „Pleasure-Business-Bereich". Kunden wolle man unter anderem der Olympiaregion Seefeld „abjagen", teilt Berrendorf senior mit. Das Fünf-Sterne Hotel - da sind sich Investoren und Bürgermeister einig - werde die Initialzündung zur Qualitätssteigerung des Isartaler Tourismus sein. „Aber wir wollen die alten nicht vertreiben, sondern Mittenwald smarter machen", bekräftigt Peter Berrendorf.

Der Geigenbauort solle aber nicht zu einer farblosen Kopie eines mondänen Fremdenverkehrsortes wie St. Moritz mutieren, sondern ein unverwechselbares Original bleiben. Hehre Worte, an deren Umsetzung die Berliner Geschäftsleute mehr denn je . arbeiten. Geheimnisse haben die Berrendorfs dabei offenbar nicht. Transparenz ist Trumpf. Deshalb stellten sie nun in der Kurverwaltung das sogenannte Info-Panel vor. Dort können sich Interessierte über den aktuellen Planungsstand erkundigen.

100-prozentige Transparenz versprechen (ab 2. v. l.) Peter und Patrick Berrendorf bei ihrem Hotel-Projekt. Deshalb haben sie in Absprache mit Bürgermeister Adolf Hornsteiner (l.) ein sogenanntes Info-Panel in der Mittenwalder Tourist-Information installiert. Dort erfahren Interessierte Neuigkeiten rund um das geplante Millionen-Vorhaben.   (Foto: Sehr)

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